Ende Eingliederungszuschuss – Ende Job

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Betreff: Um meinen Job betrogen: „Perspektive 50 plus“

Am xx.xx.2013 wurde ich nach fünf Jahren Hartz IV als „Perspektive 50 plus“ wiedereingegliedert. Es handelte sich um einen Job in einer xxx-Firma, die xxx für die xxx-Industrie in drei Schichten herstellt.

Die Firma bot mir einen befristeten Arbeitsvertrag für ein Jahr an, den ich dankend angenommen habe. Für genau diese Zeit bekam die Firma für mich Fördergelder (Eingliederungszuschuss). Es lief mit dem Job alles perfekt. Während meines Urlaubs, im Juli, bekam ich am xxx per Einschreiben eine ordentliche, betrieblich bedingte Kündigung. Ein Telefonat mit meinem Personalchef ergab, dass es leider keine Aufträge mehr gibt. Somit müsse er Personal kürzen. Wenn es der Firma wieder besser gehe, würde er mich wieder holen.

Es wurde mit mir in keiner Weise darüber gesprochen, für mich brach eine Welt zusammen. Ich wurde übel belogen.

Aus sicherer Quelle von Kollegen und meiner damaligen Schichtleiterin erfuhr ich, dass die Firma Aufträge ohne Ende hat, so dass die Firma einiges an Personal über mehrere Zeitarbeitsfirmen eingestellt hat!

Die Sachbearbeiterin von „Perspektive 50 plus“, wollte davon nichts hören. Sie könne mir auch nicht helfen. Wie kann dies nur sein? Kurze Anmerkung: Die Sachbearbeiterin und der Personalchef der Firma sind verheiratet.

Wie gesagt, es war eine Wiedereingliederung, vertraglich festgelegt unter drei Parteien. Ein Vertrag ist ein Vertrag, den man einhalten muss. Von meiner Seite habe ich es getan, die Firma und das Jobcenter nicht.

Im Übrigen ist mir eine ganze Menge Geld durch die Lappen gegangen. Erstens das Weihnachtsgeld und die Provision vom Jobcenter, die ich nach dem 1. Jahr bekommen hätte. Ich sehe nicht ein, das ich darauf verzichten muss, weil die Firma und das Jobcenter ihre Vereinbarung nicht eingehalten haben. Mir steht das Wasser bis zum Hals. Ich habe Mietrückstände und bin nun in einer finanziellen Notlage, für die ich absolut nichts kann.

Durch die Fördergelder für die Firma habe ich mich für ca. 4.-€ körperlich und psychisch kaputt gearbeitet.

Ich kann und will das unmenschliche Verhalten der Firma so nicht hinnehmen. In meinen Augen ist es das Betrug. Das Verhalten dieser Firma ist unzumutbar und sollte keine förderliche Unterstützung vom Staat bekommen, man sollte auch nicht wegschauen.

Ich möchte nicht mehr in Hartz IV. Dies halte ich nicht nochmal aus. Im Oktober 20xx machte ich ein Praktikum in meinem erlernten Beruf, PKA-Apothekenhelferin, den ich sehr liebe und auch gerne wieder machen möchte. Das Arbeitsamt will davon aber nix hören, sondern mich in der Altenpflege umschulen. Dies kann ich aber aus gesundheitlichen Gründen nicht ausüben. Außerdem muss ich auf schnellstem Wege Geld verdienen. Mit Sicherheit aber nicht mehr in einer Fabrik.

Bild: clipdealer

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